Gestern haben wir Abschied genommen von Klaus-Peter Schramm,
geboren am 18. Juli 1956,
gestorben am 1. Januar 2026.
Mit tiefer Dankbarkeit und großer Traurigkeit erinnern wir uns an einen Menschen, der viele Leben berührt und geprägt hat. Klaus-Peter – für die meisten von uns einfach Peter – war über viele Jahre Kontaktgruppenleiter der Kontaktgruppen in den Justizvollzugsanstalten Hagen und Köln. Mit großem Engagement und verlässlicher Treue hat er diese Arbeit getragen und gestaltet.
Darüber hinaus war Peter ehrenamtlicher Betreuer in den Justizvollzugsanstalten Geldern und Werl und besuchte dort unzählige Gefangene in Einzelgesprächen. Kein Weg war ihm zu weit, keine Zeit zu kostbar, wenn es darum ging, für andere da zu sein. Er organisierte und gestaltete zahlreiche Gottesdienste, durch die er nicht nur Hoffnung weitergab, sondern auch neue Mitarbeiter für die Kontaktgruppen gewinnen konnte. Peter war ein Mensch, der Mitarbeitende motivierte, ohne laut zu sein; der Ruhe ausstrahlte und Zuversicht schenkte.
Peter war bekannt als „Peter der Beter“. Sein Glaube war tief, still und tragend. Er liebte Jesus – und diese Liebe war spürbar in allem, was er tat. Treu, zuverlässig, fürsorglich und mit einer wertschätzenden, herzlichen Art begegnete er Menschen. Er behandelte alle gleich, unabhängig davon, ob ihm ein Minister oder ein Gefangener gegenüberstand. Verantwortung, Gelassenheit und Respekt prägten sein Handeln. Ende 2024 wurde Peter vom Justizminister unseres Bundeslandes für sein außergewöhnliches Engagement geehrt.
Sein Herz schlug besonders für Menschen am Rand der Gesellschaft. Gleichzeitig war Peter ein ausgeprägter Familienmensch: liebevoll und fürsorglich kümmerte er sich um seine fünf Kinder ebenso wie um seine Eltern. Sein Leben war ein Unterwegssein für Jesus – konsequent, aufopfernd und voller Hingabe.
Peter war ein Kämpfer. Nach seiner dritten Krebsdiagnose durfte er nun heimgehen zu dem, an den er geglaubt hat.
So nehmen wir Abschied von Klaus-Peter Schramm – dankbar für sein Leben, sein Zeugnis und seinen Dienst. Sein großes Herz, sein Glaube und seine Liebe zu den Menschen werden uns fehlen.
(Das Foto entstand bei der Fotoausstellung „Ehrenamt im Justizvollzug“ am 9. August 2024 in Recklinghausen.)