Haupt- und Ehrenamtliche im Justizvollzug NRW trafen sich in Wuppertal.
Wuppertal (gfh) – „Wie können wir gemeinsam für das Ehrenamt im Justizvollzug werben?“ Diese Fragen stand im Mittelpunkt der Jahrestagung für Haupt- und Ehrenamtliche im Justizvollzug NRW. Mitarbeiter aus Scheideweger Kontaktgruppen waren an der Tagung vom 19. bis 20. Juni in Wuppertal beteiligt.
Dass Engagement hinter den Mauern den eigenen Horizont weitet und neue Perspektiven auf die Gesellschaft und das Leben eröffnet, brachten die Teilnehmenden als ein Argument für den ehrenamtlichen Einsatz hinter den Mauern ein. Zugleich wurde auf strukturelle Hemmnisse hingewiesen, etwa auf die im manchen Anstalten 10 Monate oder länger dauernde Wartezeit auf den Abschluss einer Sicherheitsüberprüfung.
In seiner Andacht betonte Pfarrer Ulrich Christenn von der Diakonie RWL: Auch ehrenamtliches Engagement braucht Organisation. Er verwies dabei auf Nehemia, der aber nicht nur organisiert, sondern zugleich sich selbst und seine Ressourcen eingebracht habe.
Hinter der jährlich stattfindenden Tagung steht insbesondere die „landesweite Koordinierungsstelle für die ehrenamtliche Arbeit im Justizvollzug“, die über das Jahr verteilt unterschiedliche Angebote für Ehrenamtliche vorhält. Getragen wird die Koordinierungsstelle von der Diakonie RWL, finanziert wird sie überwiegend durch das Justizministerium NRW. „Diese Tagung bietet einen Raum für Begegnungen von Haupt- und Ehrenamtlichen und für die Reflexion der jeweiligen Arbeit und Betätigung im Justizvollzug NRW“, so Heike Moerland von der Landeskoordinierungsstelle für das Ehrenamt in der Straffälligenhilfe NRW auf deren Website. „Losgelöst vom Anstaltsalltag können hier gemeinsam Schnittstellen der Arbeit besprochen, gute Beispiele geteilt und Probleme angesprochen werden“.
Beitragsbild: Gespräche auf der Jahrestagung (Foto: © Theresa Demski / Diakonie RWL)